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Frauen brennend im Geist

Großer Frauentag 2010 mit Julie Bosma


09.10.10 | 10:00



FIT – Frauen im Training!

Der 28-teilige Lehrkurs findet in zweiwöchigen Abständen jew. am Donnerstag um 19:30 Uhr im...


19.02.10 | 08:51



29.08.09 | 21:50



Die Losung
Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Freitag, 3. September 2010:
Losungstext:
Er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen.
Jesaja 53,5
Lehrtext:
Paulus schreibt: Mir soll es nicht einfallen, auf irgendetwas anderes stolz zu sein als auf das Kreuz unseres Herrn Jesus Christus, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.
Galater 6,14

Herzlich Willkommen

Ekkehard Höfig

Es ist mir eine Freude, Sie auf unserer Homepage begrüßen zu dürfen und virtuell an unserem Gemeindeleben teilhaben zu lassen.

Die Immanuel-Gemeinde Nürnberg ist eine der größten Freikirchen in ihrer Region.

Gott liebt alle Menschen. Deshalb sind auch bei uns Menschen jeden Alters, jeder Rasse, Hautfarbe und Kultur herzlich willkommen! 

Viel Spaß beim Durchblättern!

Ekkehard Höfig
Pastor der
Immanuel-Gemeinde Nürnberg

 

"Ihr seid das Salz der Erde!"

... rief Jesus den Tausenden von Menschen zu , die sich versammelt hatten, um Seine berühmte Bergpredigt zu hören.

Heute, nach über 2000 Jahren, gibt es rund 2,26 Milliarden Christen auf der Welt. Wir Christen bilden, weit vor den Moslems oder Hindus, die größte Glaubensgemeinschaft der Welt. Damals sprach Jesus über unsere Identität: "Ihr seid das Salz der Erde!" Deshalb ist es lohnenswert, sich darüber Gedanken zu machen.

Salz ist für unser Leben genauso wichtig wie das Wasser. Es bildet die Grundlage für den Zellstoffwechsel. In Wirklichkeit ist nicht die geringste Aktivität unseres Körpers ohne Salz möglich. Alle Impulse des Gehirns können nur durch die Nervenbahnen weitergeleitet werden, wenn die im Salz vorhandenen Elemente Natrium und Kalium vorhanden sind. Salz reguliert den Wasserhaushalt, die Gewebespannung und ist wichtig für die Verdauung und den Aufbau der Knochen.

Biblisch gesehen hat das Salz vier Hauptfunktionen:

1) Es reinigt.

Das Alte Testament beschreibt, dass neugeborene Babys mit Salz abgerieben worden sind. Dies geschah wohl, um sie zu reinigen und vor Schadstoffen zu desinfizieren.

2) Es macht haltbar.

In füheren Zeiten wurde das Fleisch in Salz eingelegt, damit es haltbar blieb. Man nannte diesen Prozess "Pökeln". Der Fisch wurde aus demselben Grund eingesalzen. Auch heute noch spricht man von "Salzheringen". Salz war in biblischer Zeit vielleicht das wichtigste Konservierungsmittel. Deshalb stellt es in der Bibel den Inbegriff von Beständigkeit und Unvergänglichkeit dar.

3) Es heiligt.

Jedes Opfer, das im Tempel von Jerusalem dargebracht worden ist, wurde zuvor gesalzen. Gottes Bund im Alten Testament wurde mehrfach "Salzbund" genannt, was bedeutet, dass dieser Bund heilig und ewig ist.

4) Es prägt den Geschmack.

Salz ist kein Gewürz. Es ist ein Mineral, das am Eigengeschmack des Kochgutes nichts verändert. In der biblischen Zeit war es ein außerordentlich wertvolles Handelsgut, da es die Speisen schmackhaft machte.

Wenn Jesus sagte: "Ihr seid das Salz der Erde!", meinte Er: Ihr seid rein, weil ihr durch mich und mein Blut von aller Sünde und Schuld reingewaschen seid. Ihr besitzt zudem durch euer Leben, Glauben und Beten Reinigungskraft für eure Umgebung! Ihr seid unausrottbar und beständig, denn ihr seid für die Ewigkeit bestimmt und Erben des Reiches Gottes. Wie Jesus Christus von den Toten auferstanden ist, so werdet auch ihr auferstehen und ewig leben! Und ihr seid heilig, nicht aufgrund eures Bemühens und eurer Verdienste. Ihr seid heilig, weil ihr durch das Opfer Jesu Christi am Kreuz geheiligt worden seid und Gott gehört! Zudem seid ihr dazu berufen , den Geschmack dieser Erde zu prägen durch euer Bekennen, Beten, Singen und Leben!

Jesus sagte nicht: "Wenn ihr euch hingebt und alles richtig macht, dann werdet ihr zum Salz der Erde werden!" Er stellte keine Bedingungen , sondern konstatierte: "Ihr seid es!" - Salz zu sein, ist unsere Identität! Egal, ob die Zeiten gut oder schlecht sind, egal auch, wie wir uns gerade fühlen: Wir sind und bleiben das Salz der Erde! Auch unsere Sündhaftigkeit, Unzulänglichkeiten, Fehler und Schwierigkeiten ändern daran nichts, das Salz der Erde zu sein.

Es reicht aber nicht, dass wir Christen nun mit geschwellter Brust auftreten und und uns brüsten: "Wir sind das Salz der Erde! Wir geben dem Ganzen die Würze. Auf uns kommt es an!" Diese Bestimmung soll nicht unserer Selbstbeweihräucherung dienen, sondern bedeutet auch Verpflichtung. Damit sind wir nämlich nicht nur Salz der Erde, sondern auch Salz für die Erde, für andere Menschen und für unsere Umwelt. Salz wird dort hingestreut, wo es gebraucht wird. So diente zum Beispiel die erste große Christenverfolgung dazu, dass die ersten Christen in Jerusalem sich nicht auf Dauer selbst genügten, sondern durch die Zerstreuung an andere Orte kamen, dort evangelisierten und weitere Gemeinden gründeten. Das war der Startschuss für den Siegeszug der Christenheit. Gott streut uns dorthin, wo wir gebraucht werden. Dies mag uns manchmal nicht so gefallen, doch geht es hier nicht um unsere jeweilige Befindlichkeit. Habt ihr schon einmal Salz jammern hören? Nein, es erfüllt, oftmals allein durch seine Präsenz, still und leise seine Aufgabe.

Jesus sagte in diesem Zusammenhang noch:"Wenn nun das Salz fade geworden ist, womit soll man salzen? Es taugt zu nichts mehr, als hinausgeworfen und von den Menschen zertreten zu werden!" Jesus drückte damit eigentlich eine Unmöglichkeit aus. Salz ist immer salzig. Ansonsten ist es kein Salz! Wenn Christen einen Lebensstil von Lug und Trug, von Sucht, Ehebruch, Hurerei und Habsucht entwickeln, dann stimmt etwas nicht mehr mit ihnen. Salz hat einen klar definierten Geschmack. Es kann nicht auf einmal eine andere Geschmacksrichtung bekommen! Wenn es anders schmeckt, ist es kein Salz mehr, egal, ob man ihm tausendmal den Namen Salz geben würde. So ist es auch mit uns Christen. Jemand hat einmal ganz richtig gesagt: "Ein halber Christ ist ein ganzer Unsinn!" Eigentlich ist es so einfach: Wir stellen uns unter die Herrschaft Jesu Christi, hören auf Sein Reden und tun, was Er uns sagt, auch wenn es manchmal Mut kostet. Dann wird unsere Salzkraft immer präsent sein.

Salz schmeckt überall gleich. Sei es in Nürnberg, Paris oder Moskau. So spielt bei uns Christen weder die Rasse, Hautfarbe noch die Nationalität eine Rolle. Egal, ob "Jude oder Grieche", wir sind eins in Jesus Christus! Salz ist geschlechtlos. So sagt auch die Bibel: "In Christus ist ... weder Mann noch Frau!" (Gal 3,28). Sowohl Männer als auch Frauen haben diese Berufung, Salz der Erde zu sein. Die einen nicht mehr, und die anderen nicht weniger!

Der Apostel Paulus schrieb in Kol 4,6: "Eure Rede sei freundlich zu jedermann, aber mit Salz gewürzt!" Christen sollten sich nicht schroff und beleidigend gebärden, wie das leider manche selbsternannte Bußprediger tun. Das Evangelium ist die "gute Botschaft", die wir anderen weitergeben dürfen. Allerdings heißt das nicht, dass wir zu allem Ja und Amen sagen müssen. In unserem Reden soll auch immer die Reinheit, Klarheit und Heiligkeit des Salzes zu spüren sein. Wenn unser Reden die rechte Würze hat, dann wird es interessant! Es erregt die Aufmeksamkeit unseres Zuhörers und fesselt ihn. Gut gewürzte Rede ist wie eine fein gewürzte Speise: Sie macht Lust auf mehr und gerät nicht so schnell in Vergessenheit.

Zum Schluss. Jesus sagte: "Ihr seid das Salz der Erde!" Er nahm nicht Einzelne heraus und rief ihnen zu: "Du bist das Salz der Erde!" Jesus wandte sich an die Gesamtheit der Gläubigen. So bewirkt auch ein einzelnes Salzkorn sehr wenig. Es wird kaum wahrgenommen. Genauso ist es mit denjenigen, die sich von der Gemeinschaft separieren und ein Einzelchristentum praktizieren. Sie haben meist wenig oder gar keinen Effekt! Salzkörner können jedoch in der Menge sehr wirksam werden. So ist es auch mit uns Christen. Deshalb sagte Jesus: "Ich will meine Gemeinde bauen, und die Pforten des Totenreiches werden sie nicht überwinden!" Wir sind von Jesus in eine Gemeinschaft gestellt. Und gemeinsam sind wir stark! Deshalb gibt es keine Alternative für Gemeinde. Sie ist eine Schöpfung Gottes, die in die Ewigkeit hineinragt. Aus diesem Grund sollten wir auch versuchen, Ressentiments zu überwinden und die größere Einheit des Leibes Christi suchen. Jedoch sollte dabei die Salzkraft nicht verloren gehen, sondern verstärkt werden.

Wir als Immanuel-Gemeinde sehen uns nicht als die allein seligmachende Gemeinde. Es muss Gemeinden vor Ort geben, die diese Salzkraft haben, ihrer Umwelt das Evangelium zu vermitteln. Und dies empfinden wir als unsere Aufgabe. Es gibt jedoch eine wunderbare Vielfalt von Kirchen und Gemeinden, die, fern von ihrer verschiedenartigen Geschichte und Ausprägung, letztlich alle die gleiche Identität und Aufgabe haben: nämlich Salz der Erde zu sein. Mit ihnen arbeiten wir gerne zusammen, damit die gute Botschaft überall und an allen Orten gehört wird.

Ekkehard Höfig